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Neues Arbeitspapier von Joshua Greubel und Fabian Herweg
15.07.2026
Neues Arbeitspapier von Joshua Greubel und Fabian Herweg: „Environmental Taxation and Financial Frictions in Green Lending“
Das Papier untersucht, wie Klimapolitik wirkt, wenn Unternehmen für Investitionen in grüne Technologien auf Bankkredite angewiesen sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn Banken nicht perfekt einschätzen können, welche Unternehmen besonders wirksam in Emissionsminderung investieren können.
Die Unternehmen benötigen Fremdkapital, um in saubere Technologien oder bessere Verfahren zur Emissionsvermeidung zu investieren. Eine Bank vergibt diese Kredite jedoch nicht immer optimal. Vor allem Unternehmen, bei denen Investitionen weniger attraktiv oder schwerer einschätzbar sind, erhalten oft zu geringe Kreditsummen. Dadurch investieren sie zu wenig in Emissionsminderung und verursachen mehr Verschmutzung, als gesellschaftlich wünschenswert wäre.
Für die Umweltpolitik hat das wichtige Folgen. Wenn der Staat nur einen CO₂-Preis einsetzen kann, sollte dieser höher sein als der reine Schadenswert einer zusätzlichen Tonne CO₂. Der Grund ist, dass ein höherer CO₂-Preis nicht nur Emissionen direkt verteuert, sondern auch die Kreditnachfrage und damit die Investitionen in grüne Technologien beeinflusst.
Noch besser wäre eine Kombination aus einem CO₂-Preis und gezielter Förderung grüner Kredite. So könnte man die Umweltverschmutzung wirksam bepreisen und zugleich die Schwächen des Kreditmarkts ausgleichen. Die zentrale Botschaft lautet also: Gute Klimapolitik sollte Umweltregulierung und Finanzierung gemeinsam denken.